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Autor: Jutta Breitschwerd
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Moral Benefits of Wisdom
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Let’s See A Post With Formatting Examples
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Gemeindeentwicklungskonzept in Kirchzarten — Präsentation im öffentlichen Raum
Das Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) ist erstellt und dient als Grundlage für die zukünftige Entwicklung. Alle gesammelten Ideen und Vorschläge der Bürger:innen wurden von der Gemeinde und der Verwaltung geprüft und priorisiert. Im GEK finden sich kurz‑, mittel- und langfristige Maßnahmen, die Kirchzarten noch lebenswerter machen.
Damit das GEK nicht in Vergessenheit gerät, sondern präsent bleibt, werden die 2015 entstandenen Meilensteine im Ort (Kunstobjekte) genutzt, um auf Themen des GEK aufmerksam zu machen und diese im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.
Presse
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Bürger:innenwerkstatt Umkirch — Ideen für die Zukunft der Gemeinde
Die Gemeinde Umkirch aktualisiert ihr Gemeindeentwicklungskonzept und hat die Bürgerschaft in einem breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozess eingeladen, sich an der Gestaltung zu beteiligen. Am 08. Februar 2023 fand im Bürgersaal eine Bürgerwerkstatt statt, bei der die aktuellen Planungen der Gemeinde und die bisherigen Beteiligungsergebnisse vorgestellt wurden. Über 80 Umkircher Einwohner und Einwohnerinnen kamen, um sich zu informieren, zu diskutieren und ihre Ideen einzubringen.

Abb. 1: Bürgerwerkstatt Umkirch Bürgermeister Walter Laub freute sich über den vollen Saal, als er in seiner Begrüßung Themen und Ziele des Abends skizzierte. Dann wurden die bisherigen Beteiligungsergebnisse zusammengefasst: die Kinder der Klasse 3c der Grundschule Umkirch waren selbst erschienen, um dem Publikum ihre Wünsche und Ideen für den Ort zu präsentieren, die sie nach einer Ortsbegehung im Herbst gesammelt und auf zwei Plakaten dokumentiert hatten. Die Kinder betonten, wie schön Umkirch sei und wie gerne sie in ihrem Ort leben. Entwicklungsschwerpunkte sahen sie vor allem in einer noch attraktiveren Gestaltung der Spiel- und Freizeitflächen und in der Reduzierung von Verkehrsrisiken, die sie detailliert aufzeigten.

Abb. 2: Kinder der Klasse 3c stellen ihre Ergebnisse vor Räume, an denen sich Gruppen spontan treffen können, ohne zu stören und gestört zu werden – das war ein Schwerpunktthema der Jugendlichen. Zu diesem Thema erstellten Jugendliche des Ortes unter Leitung des JuZe Umkirch im Herbst eine Filmdokumentation, die in der Bürgerwerkstatt uraufgeführt wurde (Jetzt online unter: https://kommune-gestalten.de/umkirch/filmdoku/).
Auch in der Bürgerumfrage, die Dr. Jutta Breitschwerd vom Institut für kommunikatives Handeln im Anschluss vorstellte, lag der Wunsch nach der Integration Jugendlicher weit vorne auf der Prioritätenliste. Ein Ziel, das durch die Stärkung der Vereine und die Weiterentwicklung der Sportstätten, die ebenfalls in den Top drei der wichtigen Ziele im Handlungsfeld soziale Infrastruktur lagen, mit verwirklicht werden kann. Weitere Schwerpunkte der Ortsentwicklung wies die Umfrage in den Themenfeldern Verkehr (Verkehrsbelastung, Parken und Verssicherheit), Städtebau (Attraktivität des Ortes und Aufenthaltsqualität) und Nachhaltigkeit (Klimaschutz) aus.
Im Anschluss an die Präsentation der Beteiligungsergebnisse zeigte Bürgermeister Walter Laub den Stand der aktuellen Ortsentwicklung auf: Zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde gehören die Erweiterung der Grundschule sowie der Kita und der geplante Neubau des Feuerwehrgerätehauses, über deren Entwicklungsstand informiert wurde. Mit der Darstellung des Quartiers am Mühlbach und des Neubaugebiets Heger-Areal skizzierte Laub zudem die anstehenden großen Projekte der Ortsentwicklung.
Dann kamen die Bürgerinnen und Bürger zum Zug. Im Anschluss an die Präsentation konnten sie zwischen den verschiedenen Ständen eines „Marktplatzes“ flanieren, sich informieren und diskutieren.
Folgende Themenstände wurden präsentiert:
- Stand 1: Städtebauliche Entwicklung
(Matthias Weber, KommunalKonzept Sanierungsgesellschaft mbH) - Stand 2: Mobilität und Verkehr
(Florian Müllerschön, Bauamtsleitung Gemeinde Umkirch) - Stand 3: Nachhaltigkeit und Klimaschutz
(Markus Speck, Leitung Rechnungsamt, Gemeinde Umkirch)) - Stand 4: Soziale Infrastruktur
(Anne Beetz und Jutta Breitschwerd, Institut für kommunikatives Handeln)

Abb. 3: Diskussionen an den Marktständen Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, eigene Ideen und Vorschläge zu den Handlungsfeldern „anzuzetteln“. Gesprächsschwerpunkt war dabei vor allem die soziale Infrastruktur. Hier ging es beispielsweise um eine zeitgemäße Weiterentwicklung der Sportstätten, um vor allem das Sport- und Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche im Ort attraktiv zu halten. Wichtig ist hierbei auch die Unterstützung der Vereine, die einen Großteil dieser Angebote bereitstellen. Ein Generationen-Netzwerk und der Ausbau des bisherigen Senior:innentreffs wurde ebenso angeregt wie eine Schaffung nichtkommerzieller Treffpunkte für Alle.
Beim Thema Verkehr ging es um Möglichkeiten der Entschärfung kritischer Verkehrssituationen. Hier muss die Gemeinde mit dem Landkreis und übergeordneten Behörden zusammenarbeiten, um mögliche Verbesserungen durchzusetzen. Weitere Schwerpunkte waren Parkregelungen und die Möglichkeiten der Reduzierung von Verkehrsbelastungen.
In der städtebaulichen Entwicklung wurde über die Belebung der in den letzten Jahren erneuerten Ortsstrukturen gesprochen, beispielsweise durch Quartierstreffs und die Schaffung weiterer Sitzgelegenheiten.
Kein einheitliches Stimmungsbild gab es zur Frage der weiteren Siedlungsentwicklung: Zwar wird neuer Wohnraum dringend gebraucht, aber einige der bereits Ansässigen fürchten durch weiteren Zuzug eine Überlastung der Infrastrukturen. Ein weiteres Spannungsfeld war in der Diskussion die Frage, ob Wohnraum flächen- und ressourcensparend in der weiteren Innenverdichtung geschaffen werden soll, oder extensiv mit wenigen Geschossen und auf großzügigeren Flächen.
Im Themenfeld Nachhaltigkeit und Klimaschutz wurde die Ausweitung der Photovoltaik-Nutzung besprochen. Eine Möglichkeit könnte hier die Gründung einer Solar-Genossenschaft sein. Zur Wärmegewinnung wurden ein Ausbau der Nahwärme und die Möglichkeit von Erdwärmebohrungen erörtert.
Zum Abschluss präsentierten die Moderierenden der Stände im Plenum eine Zusammenfassung der Diskussion und der gesammelten Vorschläge. An besonders drängenden Themen wie dem Sportstättenkonzept, den Sport- und Freizeitangeboten, der Verkehrssicherheit und der Siedlungsentwicklung wurde dann – teilweise mit viel Herzblut — gemeinsam weiter diskutiert.
Presse
- Stand 1: Städtebauliche Entwicklung
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Gemeindeentwicklungskonzept in Ettenheim
In Ettenheim wurde das Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) fertiggestellt. Die Bürgerbeteiligung hat das GEK maßgeblich beeinflusst, indem die Bürger:innen die Chance hatten, ihre Meinung zu äußern und die Zukunft Ettenheims mitzugestalten. Alle Ideen und Vorschläge wurden im Gemeinderat diskutiert und geprüft. Im GEK sind Maßnahmen nach folgenden Themenfeldern zugeordnet: Städtebauliche Entwicklung; Mobilität und Verkehr; Wirtschaft, Nahversorgung und Tourismus; Nachhaltigkeit und Naturerhaltung.
Presse- Mehr zum GEK Ettenheim können Sie in diesem Artikel lesen.
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Kinderbeteiligung in Umkirch- Ortsrallye
Am Freitag, den 21. Oktober 2022, trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3c im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts Umkirch zu einer Ortsrallye. Hierbei konnten die Schülerinnen und Schüler die guten und schlechten Seiten von Umkirch dokumentieren und mit ihren eigenen Ideen Umsetzungsvorschläge machen.
Zunächst erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Einführung in die Möglichkeiten der Ortsentwicklung. Danach ging es nach draußen. Trotz schlechten Wetters und Regen durchstreifen die Kinder in zwei Gruppen, in Begleitung von Philipp Klöpfer und Mathieu Cruzel von der Grundschule Umkirch, Selina Kurz, KommunalKonzept Sanierungsgesellschaft mbH und Dr. Jutta Breitschwerd, Institut für kommunikatives Handeln den Ort mit der Aufgabe, Vorzüge und Nachteile ihres Ortes und ihre Entwicklungsvorschläge zu dokumentieren.

Abb. 1: Gute Ideen bei schlechtem Wetter: Durch den Regen lassen sich die Schülerinnen und Schüler der 3c von nichts abhalten Gemeinsam legten die Kinder auf der Karte eine Route fest, auf der Sie den Ort durchstreifen wollten. Auf dem Weg machten sie auf einige ihrer Lieblingsorte aufmerksam, z. B. die alte Mühle, den Bachlauf am Heuele oder die neue Ortsmitte. Verbesserungspotenzial fanden die Kinder bei möglichen Gefahrensituationen im Straßenverkehr und sie brachten einige Ideen zur Gestaltung der Spiel- und Sportplätze Umkirchs mit zurück ins Klassenzimmer.
Dort bereiteten die Kinder direkt im Anschluss an ihre Ortsbegehung die Ergebnisse auf und stellten sie noch am gleichen Vormittag Herrn Bürgermeister Walter Laub vor. Dieser würdigte die Vorschläge und erklärte, wie sie in das Gemeindeentwicklungskonzept einfließen können und welche Umsetzungsmöglichkeiten für die jeweiligen Ideen der Schüler und Schülerinnen bestehen. Manche der Ideen der Kinder, wie die Ausstattung des Basketballplatzes mit einem Sonnen- und Regendach seien bedenkenswert, aber teuer. Leichter zu realisieren wäre da die Überdachung der Bushaltestelle im Brünnleacker, die die Kinder vorschlugen. Und ein neuer Mülleimer für die Hinterlassenschaften des Hundes Flocke, der von seiner kleinen Besitzerin regelmäßig bei der alten Mühle ausgeführt wird, ist auf jeden Fall möglich.

Abb. 2: Gekonnt präsentieren die Kinder ihre Ergebnisse Bürgermeister Walter Laub -
Kinderbeteiligung in Sulzburg — Ortsrallye
Am Donnerstag, den 30. Juni 2022, trafen sich die Schülerinnen und Schüler des Schülerrates der Grundschule im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts Sulzburg zu einer Ortsrallye. Hierbei konnten die Schülerinnen und Schüler die guten und schlechten Seiten von Sulzburg dokumentierten und Entwicklungsvorschläge machen.
Zunächst erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Einführung in die Möglichkeiten der Ortsentwicklung. Danach ging es nach draußen. In zwei Gruppen durchstreiften die Kinder in Begleitung von Carolin Kraft, Schulsozialarbeit, Selina Kurz, Kommunalkonzept Sanierungsgesellschaft mbH und Dr. Jutta Breitschwerd, Institut für kommunikatives Handeln den Ort mit der Aufgabe, Vorzüge und Nachteile ihres Ortes und Entwicklungsvorschläge zu dokumentieren.
Nach der Ortsbegehung bereiteten die Kinder gemeinsam ihre Ergebnisse auf und stellten sie noch am gleichen Vormittag Herrn Bürgermeister Dirk Blens in der Aula der Ernst-Leitz-Schule vor. Dieser würdigte die Ergebnisse der Kinder und erklärte ihnen, wie ihre Vorschläge in das Gemeindeentwicklungskonzept einfließen werden und welche Umsetzungsmöglichkeiten bestehen.
Die Ergebnisse wurden bei der Zukunftswerkstatt von den Kindern präsentiert.
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Jugendhearing in Vogtsburg am Kaiserstuhl — Ideensammlung und Graffiti für die Vogtsburger Zukunft
Wie soll sich Vogtsburg im Kaiserstuhl zukünftig entwickeln und welche Ideen können Vogtsburg jugendgerechter machen? Diese Frage – und mehr – wurden beim Jugendhearing diskutiert.
Am 23. Juni 2022 haben 9 Jugendliche gemeinsam mit dem Bürgermeister Benjamin Bohn und Stadtplaner:innen in einem 3‑stündigen Jugendhearing Ideen und Vorschläge gesammelt, wie sie sich ein jugendgerechtes Vogtsburg im Kaiserstuhl vorstellen. Die gesammelten Ideen wurden mit Hilfe des Sprayers Andreas Ernst in einer Graffitiwand kreativ festgehalten.
Folgende Wünsche und Ideen haben die Jugendlichen gesammelt:
Jugendliche brauchen Plätze, an denen sie sich treffen, aufhalten und spielen können. Wie stellen sich die Jugendlichen einen solchen Treffpunkt in Vogtsburg am Kaiserstuhl vor? Der Treffpunkt soll für alle gut erreichbar sein. Sitzmöglichkeiten in Schatten und Sonne, freies W‑Lan und ein Automat mit Getränken und Snacks sollen die Aufenthaltsqualität steigern. Auch ein Pavillon, um bei Regen eine Alternative zu schaffen, soll geplant werden. Gewünscht wurde die Verbindung von Treffpunkt und Sport. Ein Skatepark, ein Kicker oder ein Fußballplatz würden den Treffpunkt für viele Jugendliche attraktiv machen. Als Entstehungsort des neuen Treffpunkts wurde der sich in Planung befindende Sportplatz in Burkheim oder nahe der Schule in Oberrotweil von den Jugendlichen vorgeschlagen.
Auch über weitere Freizeitmöglichkeiten wurde gesprochen. Ein kleines Fitnessstudio und ein Kampfsportverein könnten das aktuelle Vereinsangebot erweitern. Auch eine größere Bibliothek mit einer Auswahl an Jugend- und Lernbüchern und dem Angebot von Lernplätzen wurde gewünscht.Auch über das Themenfeld Mobilität und Verkehr wurde diskutiert. Neben einzelnen Straßensanierungen, Planung von Radwegen und Geschwindigkeitskontrollen, wurde vor allem über den öffentlichen Nahverkehr gesprochen. Busse (auch nach 18 Uhr) und Züge (bis ca. 2 Uhr nachts) sollen länger fahren. Zudem wäre eine Taktung der Züge alle halbe Stunde und eine Anpassung an die Schulzeiten wünschenswert. Außerdem soll der Bus die Schleife bis nach Schelingen fahren, damit die Jugendlichen mit Wohnort in Schelingen am Nachmittag nach Hause kommen.
Im Themenfeld technische Infrastruktur wurde besonders über Internet und Beleuchtung gesprochen. Die Ausweitung von freiem W‑Lan an Treffpunkten und am Bahnhof in Oberrotweil ist wünschenswert. Auch der Ausbau des Mobilfunknetzes wurde als wichtig eingestuft.
Der Weg vom Bahnhof Burkheim bis zur Kreuz-Post und im Breite Weg in Schelingen muss beleuchtet werden, um einen sicheren Nachhauseweg zu gewährleisten.Der Ausbau der Gastronomie soll in Form von einer Eisdiele, einem Bäcker und einem Imbiss mit Pizza oder Döner erfolgen. Sitzmöglichkeiten schaffen auch dort einen neuen Treffpunkt. Ein Dorfladen oder ein Bäcker in Schelingen, Oberbergen und Burkheim können das Nahversorgungsangebot erweitern. Ist die Betreibung eines Dorfladens nicht möglich, wurde als Alternative ein Automat mit Grundnahrungsmitteln, Getränken und Snacks vorgeschlagen. Der Wecklewagen müsste sein Angebot erweitern, damit auch die Schelinger mit Brötchen versorgt werden können. Auch die Eröffnung eines Unverpackt-Ladens war ein Wunsch. Es wurde angeregt beim Edeka nachzufragen, ob eine Unverpackt-Abteilung integriert werden könnte.
Nach der Ideensammlung haben die Jugendlichen die Ideen auf einer Wand in Form von Graffitis festgehalten. Bestaunen können Sie diese auf dem Spielplatz in Burkheim bei der Lazarus-von-Schwendi-Halle.
Die Ideen und Vorschläge wurden in die Ziele- und Maßnahmenliste des Gemeindeentwicklungskonzepts mit aufgenommen und vom Gemeinderat diskutiert.
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Bürger:innenwerkstatt in Heroldstatt — Chancen für die Dorfmitten
Wie können sich die Dorfmitten Ennabeuren und Sontheim mit Hilfe der Förderung aus dem Landessanierungsprogramm optimal entwickeln? Diese Frage – und mehr – diskutierten etwa 40 Heroldstatter Bürgerinnen und Bürger am Samstag in einer Bürgerwerkstatt. Ziel war es, die in der bisherigen Bürgerbeteiligung gesammelten Ideen und Anregungen zu konkretisieren und auch über Themen zu sprechen, zu denen unterschiedliche Zielvorstellungen bestehen.
„Grundlage einer jeden städtebaulichen Erneuerung ist, dass sie von der breiten Bürgerschaft getragen wird“, betonte Bürgermeister Michael Weber in seiner Begrüßungsrede und zeigte die Themen auf, die im Rahmen der Sanierung für Heroldstatt in der Diskussion sind: Wollen wir eine wohnliche oder gewerbliche Nachverdichtung in den Sanierungsgebieten, und in welchem Grad? Welche Chancen können für eine Veränderung der Verkehrsführung oder Verkehrsberuhigung ergriffen werden? Welche positive Wirkung haben die Sanierungsvorhaben für die lokale Kultur und den Tourismus?
Zunächst fasste Jutta Breitschwerd vom Institut für kommunikatives Handeln die Ergebnisse, der im Winter 2021 durchgeführten Bürgerumfrage, zusammen. Die Teilnehmenden gaben der Gemeinde ein deutliches Mandat mit auf den Weg, aktiv und steuernd in den Gestaltungsprozess einzugreifen. Maßgabe soll dabei ein Grad der Verdichtung sein, der sich mit dem Erhalt des dörflichen Charakters der beiden Dorfmitten vereinbaren lässt. Im Anschluss daran zeigte Clemens Künster vom Büro Künster Stadtentwicklung und Stadtplanung Realisierungsideen auf und veranschaulichte an Beispielen wie dem Dorfhaus, welche Wohnformen einer lebendigen Dorfgemeinschaft förderlich sind.
„Jetzt bitte Butter bei die Fische“, wünschte sich Michael Weber nach den Impulsvorträgen und bat die Teilnehmenden zur Diskussion. An fünf Ständen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten wurde über Gestaltungsideen, Wünsche und Bedenken diskutiert, und auf Karten wurden alle genannten Aspekte von der jeweiligen Moderation festgehalten:
In Ennabeuren soll die Aufenthaltsqualität erhöht werden. Hier soll ein Dorfkern mit Verweilcharakter geschaffen werden. Öffentliche Plätze sollen als Treffpunkte gestaltet werden, und auch im privaten Bereich wurden Möglichkeiten der Begegnung skizziert. Die mögliche Errichtung von sogenannten Dorfhäusern schafft sowohl private Freiflächen als auch gemeinsame Hofräume als Kommunikationsbereich. Eine Optimierung des Verkehrsflusses, des Straßenraums der Bushaltestellen und Fahrradständer runden die Neugestaltung ab.
Für Sontheim kristallisierte sich als Diskussionsschwerpunkt die Freifläche entlang der Langen Straße heraus. Die Grün- und Spielfläche wird rege genutzt und soll, wenn möglich, schöner gestaltet, aber nicht substanziell verändert werden. Wichtig war einigen Teilnehmenden der Erhalt der Bäume. Die Sanierung des Ratskellers wurde gewünscht. Auch hier soll im Rahmen des Landessanierungsprogramms der Straßenraum und die Verkehrsführung verbessert werden.
In der neuen Ortsmitte wird eine neue Fläche für eine barrierefreie Bushaltestelle gesucht. Davon abgesehen soll die neue Ortsmitte weitgehend so erhalten werden, wie sie ist. Sie soll in ihrer Funktion als Versorgungs- und Dienstleistungszentrum des Ortes nicht durch die Entwicklung der Dorfkerne geschwächt werden. Letztere sollen im Gegensatz zur neuen Ortsmitte als Treffpunkte von hoher Aufenthaltsqualität an Profil gewinnen. Ein Dorfladen oder Bäcker mit Café oder ansprechende gastronomische Angebote könnten daher das neue Gesicht der Dorfkerne abrunden.
Die Erweiterung der Gastronomie in Heroldstatt wurde generell als Wunsch geäußert. Dies kann sowohl für Einheimische als auch für Touristen den Ort aufwerten, beleben und einen Treffpunkt schaffen. Um den Tourismus zu fördern ist es notwendig, dass Rad- und Fußrundwege und deren Beschilderung verbessert werden.
Ideen, wie sich Neubauten in die bestehenden Dorfstrukturen einfügen, diese ergänzen und aufwerten können, sowie das Zusammenwirken von Gebäuden und Freiflächen wurden als Gestaltungsrahmen zusammengefasst. Für den Ortsteil Ennabeuren wurde auf der Basis der bisherigen Ergebnisse ein städtebaulicher Entwurf erstellt. Er legte fest, welche Möglichkeiten zur Nachverdichtung bestehen und wie der Ortskern und die öffentlichen Flächen gestaltet und aufgewertet werden können. Dieser städtebauliche Entwurf wurde im Juli 2022 in einer Klausurtagung beraten und weiterentwickelt.